Schneckenpost, ich krieg dich doch
Teil 39
Schneckenpost, ich kreig dich doch
Dass mit den Geschichtsbüchern ist jetzt aber gründlich in die Hose gegangen. Die Auszeichnungen, Geschenke und Ehrungen sind Geschichte, sind uns ins Auge gesprungen und haben sich aus dem Gedächtnis gelöscht. Für alle Zeit in Luft aufgelöst, sind durch den Rauchfang entwichen. Aber es ist auch besser so, denn wenn ihr das alles erfahren hättet, was diese nette alte Frau von uns an Schadenersatz alles gefordert hat, was sie uns so Alles noch an den Kopf geworfen hat, ihr wäret entsetzt gewesen.
Breiten wir aber lieber den Mantel des Schweigens darüber, den ganz großen bitte. Wo habe ich jetzt bloß nur diesen Schweigemantel hingelegt. Den habe ich in letzter Zeit so oft gebraucht, dass ich mir schon vorkomme wie der hl. Martin. In so viele Stücke habe ich ihn schon geteilt.
Nur so was kann unsere Truppe nun wirklich nicht ermutigen, entmutigen sollte das jetzt eigentlich heißen. Wo sich da nur wieder der Fehlerteufel eingeschlichen hat.. Kein „Seid ihr schon von allen Geistern verlassen“ noch „Können 40 IQ zum Leben genug sein“ werden uns von unserem Weg abbringen. Schon gar nicht, seid wir die 40 unter uns Vier gerecht aufgeteilt haben. Wir werden unsere Kräfte vereinen, die Gedanken versammeln und das Essen gerecht aufteilen. Jeder von uns bekommt ein Fünftel und ich den Rest. So wird es gehen. Und alle werden zufrieden sein, besonders ich.
Am neuen Anfang, also zu Beginn berief ich alle ein und setzte kurzfristig eine Teambesprechung an. Die Kriminalität hatte in letzter Zeit ausufernde Ausmaße angenommen. Die Zeitungen waren voll davon. Vielleicht waren wir schon die letzte Rettung, die letzte Bastion im Kampf gegen das Verbrechen. Darum wurden alle geheimen Akten vorgelegt und von uns besprochen. Dieses Mal musste sich jeder der Ernsthaftigkeit der Lage voll bewusst sein. Wir würden alle Möglichkeiten, die wir hatten nutzen, jede noch so kleine Spur musste verfolgt werden und alles dokumentiert werden. Wozu hatten wir diese glänzenden Verbindungen zu HP.Hurtig? Nur so konnten wir auch wirklich Erfolg haben. Und auch den Fall um die Aschkreise nicht aus den Augen verlieren.
Sofort wurden Strategien erstellt, die Ausrüstung vervollständigt und der Fuhrpark erweitert. Das Dreirad und das Tandem waren doch schon ein wenig aus der Mode gekommen und der Tretroller als einziges Beschattungsfahrzeug hatte einen platten Reifen. Und sofort stellten sich auch schon die ersten Erfolge ein. Manu Goldbärchen hat bei der letzten Ausfahrt mit dem Dreirad zur Entsorgung dieses Fahrzeuges einen Mann überfahren. Wie sich später herausstellte, war es ein Taschendieb auf der Flucht. Gleich nach seiner Behandlung im Spittal wurde er ins Gefangenenhaus überstellt. Da soll jetzt noch einer sagen, unsere Truppe bewegt sich wie im Schneckentempo. Ich wurde noch nie von einer überholt.
