In ganz neuer Tarnung

Teil 22

In ganz neuer Tarnung unterwegs durchs Land

Nie im Leben hätte ich es für möglich gehalten, das gerade ein Herde Kühe mir so viel Probleme bereiten können. Na ja, als Probleme kann man das eigentlich nicht bezeichnen, dazu bin ich doch zuviel Held. Viel mehr war das schon die reinste Katastrophe. Immer wieder, wenn ich geglaubt hatte, es wäre geschafft und ich hätte sie abgeschüttelt, tauchten sie plötzlich wie aus dem Nichts auf und schafften es ganz problemlos mir wieder neue Schwierigkeiten zu bereiten.
Es muss eine Kuhverbindung rund um die Welt geben, anders kann ich mir das nicht vorstellen, dass sie jedes meiner Verstecke fanden. Was hatte ich nicht alles unternommen, war bis nach Wien geflüchtet, hatte mich als vierter Mann durch die Kanalisation geschlagen, musste nach meinem Auftauchen durch eine mich komischen Blickes würdigenden und nasenrümpfenden Menge durch die Fußgängerzone, den Stephansdom rauf, vom Turm mit dem Fallschirm runter, mit dem Taxi bis zur Reichsbrücke und bin dann ca. von der Mitte der Brücke in die Donau gesprungen. Danach ab bis Schwechat abwechselnd im Brust- und Kraulstil geschwommen, mich bis zum Flughafen durchgeschlagen, die erstbeste Maschine bis nach Berlin genommen, bis zum „Bahnhof Zoo“ gelaufen und von dort ab in die U-Bahn.
Achtzehn Mal bin ich umgestiegen, bis ich mir dann ein Leihauto nahm und mich Richtung Polen abgesetzt habe. Dort fuhr ich dann bis Warschau zum Frédéric-Chopin Flughafen. Checkte mich, nachdem ich mein Fahrzeug zurück gegeben hatte, für den Flug nach Paris - Charles de Gaulle ein. Von dort sofort mit dem Taxi zum Eifelturm. Ganz oben habe ich eine Nacht verbracht und mich wie ein Dieb am Morgen davon geschlichen, eine gekonnt heiße falsche Spur Richtung Sibirien gelegt und dann mit einem weiteren Mietfahrzeug über die Schweiz und Italien wieder nach Österreich zurück gefahren.
Und wer erwartete mich, als ich hier aus dem Fahrzeug steige. Mein Freund Kurt und eine Horde Kühe. Hoffentlich ist es mir nicht all zu böse, das ich ihn als Schild gegen die Attacken der Kühe verwendet habe. Nach seinen Schreien zu urteilen, müssen sie ganz schön heftig zugestoßen haben. Aber wozu hat man denn Freunde, wenn nicht dann, wenn man in großer Not ist, das sie einem hilfreich zur Seite stehen. Auf jedem Fall konnte ich mich unverletzt im Getümmel aus dem Staub machen.
Danke Kurt, du bist ein echter Freund. Außerdem habe ich es wieder geschafft, mir eine neue Verkleidung zuzulegen, war zwar schwer in das Kostüm rein zu kommen, aber erkennen wird mich sicher keiner. Werde erst mal einige Zeit abwarten, bis sich der Wirbel um meine Person gelegt hat und ich hoffe, Kurt kann mir verzeihen. Werde ihn auf jeden Fall ein wenig von seiner Lieblingsschokolade ins Spital schicken. „Hallo, können sie mir das bestellte jetzt bringen. Ja, sie haben richtig gehört. Ich sagte, 20 Kilogramm Schokolade von der Sorte „EDEL DUNKEL“ in Goldpapier gewickelt. Ich bezahle bar.


Was ist los mit dieser Welt?

Ist die Umweltverschmutzung, der Klimawandel oder die Genforschung schuld daran? Kein Tag vergeht mehr, an dem sich nicht außergewöhnliche, unverständliche oder katastrophale Dinge in dieser, unserer Welt ereignen. So mussten wir erst vor Kurzem über den Angriff von Kühen berichten, die einem Mann fast um den halben Erdball verfolgten. Sonderbares habe ich auch dieses mal zu berichten. Zuerst gab es wieder einen Angriff auf zwei Männer, wobei Herr Gil Kevin Jack Roger Charles ROHRMANNSDORFER, im Freundeskreis auch Kurt genannt, von Kühen angegriffen wurde und mit mehrere blauen Flecken und einigen Abschürfungen davon kam, während der zweite Mann scheinbar unverletzt flüchten konnte. Kurz danach kam ein ca. 1 Meter großer Igel in das Kaufhaus von Frau SCHMATZ und konnte von dieser gerade noch mit dem Besen vertrieben werden, bevor er sich über die Schokolade hermachte. Wie soll das bloß weiter gehen? Wir bleiben der Sache für SIE, geehrte Leser, auf der Spur.

HP.Hurtig (Ihr weltberühmter Sensationsreporter beim Blatt „Der Clospüler“)