Der Glaube stirbt zuletzt
Teil 16
Der Glaube stirbt zuletzt oder war es gar die Hoffnung
Ich konnte sie endlich davon überzeugen, dass ich dieses Geheimnis nie preisgeben würde, nicht um alles in der Welt und schon gar nicht um mein kostbares Leben. Niemand würde es je erfahren, wie und wo sie wohnen und wer sie sind. Als Pfand bekamen sie von mir dafür meine Riesenration Fliegen, eigens mit der Zunge gefangen, ja alle Beide. Und so konnte mich Katarina gerade noch rechtzeitig aus dem Schnabel des riesigen Untieres, dieses Storches befreien.
Hau bloß ab, leg dich nicht mehr mit mir an. Ich kann beinhart, steinhart, knallhart wie ein Rocker sein, und bleibe dir dann wochenlang im Magen liegen, dass verspreche ich. Ist ja geradezu zum aus der Haut fahren. Und wie bekomme ich nun wieder meine Gestalt zurück? Da war doch so ein Märchen und ich werde jetzt geküsst. Anmerkung der Redaktion: Diese Idee stammt von einem der wenigen Tausenden, der Geschichte und dem Autor treuen Fan, und konnte nicht in die Story mit aufgenommen werden, da Plagiats Ansprüche zu befürchten wären. Nein, eine Flüssigkeit gießt man mir über den Kopf und Schwups, bin ich wieder groß und nackt. Diese Serie versinkt im Sumpf, solche Szenen häufen sich, wenn das so weiter geht, verliere ich noch mein Gesicht.
Übrigens würde ich jetzt gerne wissen, welches ich derzeit überhaupt habe. Wer hat sich das nur wieder aus gedacht, einen solchen Schwachsinn einfallen lassen. Wenn mich die Zensur zu fassen bekommt, bin ich brotlos. Aber nun bringt mich wieder zurück nach Hause. Es wird Zeit, kommt schon, ihr könnt jetzt starten. Komisch ist nur, mir kommt es so vor, als würden wir schon fliegen. Aufgepasst, ihr habt gerade eine Rolle gedreht und ich hätte mich fast im Flugzeug verloren. Nicht noch eine, ist der Pilot besoffen oder Anfänger oder gar kein Pilot und fliegt die Stewardess? Geschafft, ich habe das Cockpit sekundenschnell nach Minuten erreicht und es ist keiner hier. Fliegt wohl der Autopilot. Doch was macht er jetzt, übt er einen Sturzflug oder gar einen Absturz. Im richtigen Moment habe ich noch das Flugzeug übernommen und jetzt übe ich den Weiterflug.
Wäre ein anderer am Steuer, ich würde behaupten, er kann gar nicht fliegen, aber bei mir. Wunderbar ruhig hört sich diese Maschine an und es dreht sich kein einziger Propeller mehr. Schaut aus, als wäre auch kein Sprit mehr im Tank drinnen, es wird sich wohl um ein Segelflugzeug handeln. Was sehen meine Augen, was liegt den da am Copilotensitz. Zwei Rucksäcke und ein Zettel worauf, wo steht, dass einer ein Falschschirm ist und der andere ein Wanderrucksack. Typisch, wie soll ich mich da wieder entscheiden, welchen ich nehmen soll? Nach kurzem Ringen und dem Boden sehr nah, springe ich raus mit dem Fallschirm am Rücken und den Rucksack vorne umgeschnallt. Kann die vielen Lebensmittel doch nicht verkommen lassen, die gehören unbedingt gerettet..
Doch komisch, seid dem ich raus gesprungen bin, fliegt das Flugzeug wieder ganz normal. Werden mich doch nicht getäuscht haben, oder? Mich kann man nicht täuschen, ich steige sofort wieder ins Flugzeug zurück. He wartet, doch von nun an ging es bergab, wohin auch sonst. Reißleine ziehen, kleiner Fallschirm ausgefahren, geöffnet und weiter rasch nach unten. Ich sehe schon die Erde auf mich zukommen und das verdammt schnell. Wo war doch noch mal die Bremse, links oder rechts?
He, du da unten, würdest du bitte ein wenig auf die Seite gehen, nur einen Schritt. Störrisches Vieh, ein wenig nur und ich wäre nicht auf dir gelandet. Das hast du nun davon, habe dir ganz schön dein Horn verbogen. Aber warum schaust du mich so böse an, kann ich etwas dafür, dass du da auf der Wiese im Weg herum stehst. He, lass das. Wirst du wohl Ruhe geben und meinen roter Umhang in Ruhe lassen. Der geht dich schon gar nichts an. Also wenn du unbedingt willst, dann muss es sein. Komm schon, Olé und noch mal Olé und noch mal Oh weh.
